Einfach ausgedrückt handelt es sich beim anamorphen Transfer um die Aufzeichnung eines
in die Länge gezogenen Bildes. Da viele Filme in Breitbild-Formaten größer als 16:9 (1,77:1)
vorliegen, besitzen sie am oberen und unteren Bildrand mehr oder weniger breite "schwarze
Balken". Diese Bildbereiche werden demnach nicht für Bildinhalte genutzt; wertvoller
Speicherplatz geht verloren. Beim anamorphen Transfer werden nun diese schwarzen
Bereiche außerhalb des 16:9-Rahmens benutzt, um weitere Bildzeilen darzustellen. Dabei
erhöht sich die Bildauflösung um 33 Prozent, das Bild sieht jedoch auf normalen 4:3-
Fernsehgeräten langgezogen aus. 16:9-TVs erkennen das Bildformat und ziehen es
automatisch in der Horizontalen auseinander, so dass die Proportionen wieder stimmen. 4:3
Geräte benötigen dafür eine spezielle 16:9 Umschaltung, fehlt eine solche Funktion kann
aber ausnahmslos jeder DVD-Player mit der Einstellung "Letterbox" o.ä. das Bild
entsprechend "herunterrechnen". |