Mitglieder des DVD-Konsortiums, vor allem Philips, setzten sich stark dafür ein, dass MPEG-
2 als einziger digitaler Mehrkanalton in Europa zugelassen wird. Dies verzögerte den Start
der DVD in Europa ganz erheblich, obendrein waren beim Erscheinen der ersten Discs noch
gar keine MPEG-2 Decoder verfügbar. Dolby Digital Decoder waren jedoch verfügbar, und in
den USA erschienen indes auch massenhaft Filme in Dolby Digital. Monate später lenkte
Philips und das DVD-Konsortium ein und erlaubte auch Dolby Digital als mögliches
Tonsystem. Mittlerweile ist Dolby Digital Standard, es erscheinen keine Filme mehr mit
MPEG-2. Tatsächlich wurde MPEG-2 bislang nur auf einigen wenigen DVDs eingesetzt. Die
variable Audio-Datenrate (bis zu 640 kbit/s) mit der ebenfalls variablen Datenrate für das Bild
zu kombinieren ist aufwendiger und daher kostenintensiver. Daher wurde der Ton auf den
bisherigen MPEG-MC DVDs wie bei Dolby Digital mit konstanten 384 kbit/s codiert. |